Kann Yoga politisch sein? Wie Wahrnehmung die Welt verändert.

Kann Yoga politisch sein? Wie Wahrnehmung die Welt verändert.

Dazu Artikel der Journalisten Peter Grafe, Roland Schaeffer und Gudrun Kromrey, sowie ein Interview mit Sukadev Bretz, dem Begründer und Leiter von Yoga Vidya, der größten Yogainstitution in Europa.

Buchtipps und Atemübung sind wieder mit dabei.

Peter Grafe

Yoga kann politsch sein! Wie Wahrnehmung die Welt verändert.

Peter Grafe ist Soziologe, Journalist, schrieb u.a. Bücher zu CDU, SPD und Wahlen, Ex-Politikberater, mit Gerhard Schröder im Kanzleramt, Projektleiter im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft beim Staatsminister für Kultur und Medien. Übt seit 15 Jahren Kum Nye – tibetisches Yoga. (www.petergrafe.de)

Übt seit 15 Jahren Kum Nye – tibetisches Yoga. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kum_Nye)

Peter Grafe

YOGA kann politisch sein

Wie Wahrnehmung die Welt verändert

Yogabuden in jedem Stadtviertel – von Acro-, Ashtanga-, Hatha-, Kundalini-, bis Wellness-Yoga und diverse andere Varianten. Yoga als zeitgeistige Gelenkgymnastik kann ein kleiner Einstieg in ein sehr viel weiter gespanntes Universum sein.

Wir fangen mit einfachen Körperübungen an. Die entspannen und fördern die Beweglichkeit. Zuerst fühlen wir die steifen Muskeln und lernen sie zu lockern. Das ist in den verschiedenen Varianten allemal gut für die Gesundheit. Nach einiger Erfahrung damit kommen Atemübungen dazu und dann Meditation.

Wir beginnen damit, einzelne Körperteile bewusst wahrzunehmen: Die Füße, die Unterschenkel, die Knie – bis zur Verspannung am Hinterkopf. Möglichst viele gleichzeitig. Mehr als drei schaffen die noch Ungeübten meistens nicht, doch das lässt sich sukzessive steigern. Bis wir den ganzen Körper wahrnehmen können. Und die Empfindungen, die mit jeder Körperhaltung und jeder Bewegung verbunden sind.

Diese Aufmerksamkeit behalten wir bei und nehmen die Wahrnehmung des Atems hinzu. Wenn wir das gelernt haben, erfahren wir den Einfluss unserer Gedanken und schließlich der Emotionen auf Körper und Atem: Wer wütend wird, atmet schneller und spannt viele Muskeln an. Da wir auf unsere Wut und dessen aktuellen Auslöser konzentriert sind, entgehen uns im Alltag jenseits der Yogamatte diese körperlichen Veränderungen.

Das geht und mit allen intensiven Emotionen so. Sie entstehen, wenn wir unsere Wahrnehmungen deuten. Geprägt von unserer Geschichte und unserem sozialen Umfeld bewerten wir uns selbst und alles, was um uns herum geschieht, sind erfreut, verärgert, ängstlich. All diese Regungen sind auch körperlich zu spüren. Können also nach einiger Übung auch körperlich wahrgenommen werden.

Wer diese Zusammenhänge vertiefen will, findet gute Hinweise bei Michael A. Singer: „Die Seele will frei sein.“

Und was ist daran jetzt politisch?

Der Schlüssel liegt in einer Philosophie der Wahrnehmung: „Ich nehme mich wahr.“ Darin liegt eine Subjekt- Objekt- Perspektive. Wer nimmt also wen wahr? Wir können bemerken, dass ein Großteil der „Wirklichkeit“, nach der wir uns richten, aus emotional geprägten Deutungen besteht. Das fängt beim Selbstbild an, mit wir uns darstellen und an dem wir uns messen. Wir nennen das gerne „Identität“, klammern uns daran und verteidigen sie gegen andere. Ehre, Gesicht wahren und Stolz sind einige Umschreibungen dieser Behauptung (siehe das Pataňjali zugeschriebene Yogasutra https://de.wikipedia.org/wiki/Patanjali).

Ob als Deutsche, Türken oder Italiener, als Lesben, Schwule, Heteros oder was auch immer, als Frauen oder Männer, als Journalisten, Musiker oder Bundeskanzlerin – im Yoga gelten diese „Identitäten“ als Imaginationen des Egos, die mit der Substanz des Selbst nichts zu tun haben. Diese Substanz liegt in der Wahrnehmung, nicht im Wahrgenommenen. Und in der Yoga- Perspektive gehören diese Identitäten zum Wahrgenommenen.

So betrachtet, führen wir ständig Gefechte um potemkinsche Dörfer unserer Vorstellungen. Wenn wir die loslassen könnten, lebten wir in einer anderen Welt. Wir würden Konflikte nicht aus narzisstischer Gekränktheit verschärfen, sondern entspannt nach Lösungen suchen – im Privaten wie im Gesellschaftlichen. Das schließt ja andere Interessen und Ansichten nicht aus, die gehören unausweichlich zum Leben. Und wie wir von Aladin El-Mafaalani (mehr: Soziologe Aladin El-Mafaalani im Interview: „Integration? Gelingt in Deutschland besser als je zuvor“ https://www.spiegel.de/plus/a-00000000-0002-0001-0000-000158616315/) erfahren, ist Multikulti ein konfliktreicher Prozess, mit dem konstruktiv umzugehen wir alle lernen sollten.

Wir sind auch angesichts des Klimawandels zu Verhaltensänderungen aufgefordert. Yoga fördert die Achtsamkeit für alle fühlenden Wesen und könnte dabei helfen, nicht gegrämt verzichten zu müssen, sondern eine andere Auffassung vom Sinn unseres Lebens zu entwickeln: Nicht mehr im Wettbewerb um Distinktionsgewinne und sonstige Vorteile kämpfen, sondern die Bewahrung der Umwelt und friedliche Konfliktlösung als natürliche und selbstverständliche Lebenspraxis verkörpern. Insofern ist die private Übungspraxis des Yoga überaus politisch.

Gudrun Kromrey:

Kalschnikow oder Yoga? Wirken Körper- und Mentaltechniken gesellschaftsverändernd?

Am Höhepunkt meiner Karriere, als Inhaberin einer recht erfolgreichen PR- und Marketingagentur, so mit Mitte 50, stellten sich bei mir merkwürdige Symptome ein. Herzrasen, Wutanfälle, Bandscheibenvorfälle, Schlafprobleme etc. Dazu kam Wut. Wut auf gerettete Banken, Wut über die Demokratie erodierende Sätze, wie: „too big to fail“, Wut auf erkennbar Lobby gesteuerte politische Entscheidungen, die die Rechte der Frauen, der Tiere und der Natur stumpf ignorieren. Konsumismus als Mittel, die zunehmende soziale Ungerechtigkeit zu verschleiern, kotzte mich mehr und mehr an. Die Vorstellung, mir eine Kalaschnikow zu besorgen, und dann ….. versüßte mir so manche Nacht. Der SPIEGEL nennt Burnout einen Seeleninfarkt. Gut! Das Wort Sinnkrise trifft es auch ganz gut.

Und dann kam Yoga

Ich belegte einen Yogakurs, zu dem ich immer zu spät und völlig gestresst ankam. Und da war plötzlich etwas ganz Neues, ganz Ungewohntes spürbar, wenn ich mich auf der Matte beim Yoga bewegte und entspannte. Plötzlich war da wieder Kraft, pure Lebensenergie. Spannend, dachte ich. Wie macht Yoga das? Ziemlich angefixt davon, begann ich eine Yogalehrerausbildung und stellte fest, dass das alles gar nicht so viel mit schlanken Muskeln und einem flachen Bauch zu tun hat, sondern dass dahinter eine uralte, sehr schlüssige Philosophie, Psychologie und interessante Ethik steckt. Die wohl mehr als 3.000 Jahre alten Yoga-Sutras (Leitfäden für ein gutes Leben, individuell und für die Gesellschaft) des Gelehrten Patanjali sind deutlich weitgehender und „moderner“ als die im Vergleich dazu eher beschränkten christlichen 10 Gebote.

Wieder AUFSTEHEN mit Yoga

Yoga war jahrhundertelang das Geheimwissen ausschließlich der Männer der oberen Kasten und der Kriegerkaste und wurde wohl behütet. Die Yogapraktiken dienten nicht nur der spirituellen Entwicklung, sondern auch der Erhöhung und Ausrichtung des gesamten psychischen und physischen Potenzials. Yoga kam erst Ende des 19. Jahrhunderts in den Westen und damit auch zu uns Frauen. „Yoga macht uns nicht zu einem angepassten Schäfchen, das mit Yogaübungen irgendwie ruhig gestellt wird und sich in seine kleine Welt zurückbesinnt, sondern im Gegenteil. Yoga führt zur inneren Kraft und eben auch dazu, dass man sich nicht mehr so viel gefallen lässt“, sagt Sukadev Bretz, Begründer und Leiter von Yoga Vidya, der europaweit größten Aus- und Weiterbildungsstätte für alle Bereiche des ganzheitlichen Yoga.

„Yoga ist zunächst einmal Rückzug und Wellness. Das ist oft das, weshalb Menschen mit Yoga beginnen. Es macht sie auch feinfühliger und öffnet den Geist; auch für das Leid in der Welt. Wenn ich Teilnehmer dann nach ein, zwei Jahren wiedertreffe, dann erzählen sie, sie engagieren sich bei Greenpeace oder in der Vegan- oder Tierschutzbewegung oder haben eine Initiative im Stadtviertel mitbegründet. Meine Beobachtung ist ganz klar: Wer Yoga übt, der bekommt die Kraft, sich auch langfristig für gesellschaftliche Veränderungen zu engagieren.“

Sukadev Bretz nennt weitere Beispiele von Menschen, die schon immer sehr engagiert waren und dann frustriert vom scheinbar aussichtslosen Kampf gegen Ungerechtigkeit und Leid mit Yoga begannen und sich dann wieder erstarkt für gesellschaftliche Themen einsetzen.

Siehe auch das Interview mit Sukadev Bretz jetzt auf VOLX YOGA PLUS

Was früher „ich mach was mit Medien“ war, ist heute häufig: „ich werde Yogalehrer/in“

Zumeist besonders leistungsstarke Führungskräfte entscheiden plötzlich, auszusteigen, der herz- und sinnlosen Tretmühle zu entfliehen, um dann als Yogalehrer/in auf der Yogamatte mit ihren Kursteilnehmern Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen) zu praktizieren, um in Savasana (Entspannungshaltung) tiefe Glücksgefühle zu empfinden.

So auch Maike Czieschowitz, früher Pressereferentin für Wirtschaftsunternehmen und seit 2017 Yogalehrerin und Pressereferentin des Yoga Vidya e.V. in der Zentrale in Bad Meinberg:  “Ich habe einen großen Spagat gespürt zwischen der Berufswelt und meinen eigenen persönlichen Interessen. Das klaffte immer mehr auseinander. Die Berufswelt hat sich zunehmend leer angefühlt. Das war für mich nicht mehr sinnstiftend”, sagt Maike Czieschowitz.

“Ich halte viel davon, wenn die Wirtschaft sich öffnet für das Thema Achtsamkeit und davor weder zurückschreckt noch es belächelt. Ich weiß aus Gesprächen, die ich geführt habe, dass sehr viele Politiker und Wirtschaftsführer bereits Yoga praktizieren, sich aber damit nicht gerne zeigen, aus Angst angreifbar zu werden. Die weibliche Perspektive mit einzubeziehen, die ja jeder Mensch in sich trägt, auch jeder Mann, das halte ich für sehr wichtig. Dann werden wieder Prozesse gefördert wie Intuition, Kreativität, geistige Klarheit und Empathie. Das sind Werte, die nach meinem Empfinden aktuell zu kurz kommen im Wirtschaftsleben, die aber notwendig sind, für Verständigung, Zusammenarbeit und auch um die großen Fragen zu klären“.

Einige erfolgreiche Unternehmen, wie z.B. Google und SAP haben das schon kapiert und bieten Business Yoga- und Achtsamkeitsprogramme für ihre Mitarbeiter/innen an, mit dem passenden Titel: „Search inside yourself!“.

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ – Mahatma Gandhi.

Die Kalaschnikow ist für mich keine Option mehr, obwohl ich dank meiner Yogapraxis jetzt garantiert zielsicherer treffen könnte. Ahimsa, Gewaltlosigkeit gegenüber jedem Lebewesen (Tiere und Pflanzen einbeziehend!), ist das grundlegende und erste Gebot im Yoga und auch wieder meines. Als ich 60 wurde, habe ich ein Yogastudio eröffnet mit dem programmatischen Namen: VOLX YOGA.

 Es werden immer mehr!
Eine aktuelle Erhebung (des Bundesverbands der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) nennt folgende Zahlen:

16 Prozent der deutschen Bevölkerung haben bereits Yoga-Erfahrung. Das sind mehr als 11,3 Mio. Menschen. Davon praktizieren 5 Prozent (ca. 3,4 Mio.) der Befragten aktuell. Im Jahr 2014 waren es nur 3 Prozent. Der Anteil der Yogapraktizierenden ist mit 9 Prozent unter den Frauen noch immer deutlich höher als unter den Männern (1 Prozent).Von den 95 Prozent, die entweder noch keine Yoga-Erfahrung haben oder aktuell kein Yoga praktizieren, können sich 19 Prozent (2014 waren es nur 16 Prozent) vorstellen, in den nächsten zwölf Monaten mit Yoga zu beginnen. Das sind etwa 12,8 Mio. Menschen. Nimmt man die aktuell Praktizierenden und die Interessierten zusammen, kommt die Yoga-Praxis für fast jeden vierten Deutschen in Betracht. (Quelle: BDY, September 2018)

Diese Texte erschienen in einer gekürzten Form in der taz vom 27.9.2018. (PDF)

40 Jahre taz – Das Buch
„Wir haben keine Chance, aber wir nutzen sie“ – das war das Motto, unter dem die taz 1978 startete und nahezu alle „Experten“ in Medien und Politik waren sich einig, dass der erste Halbsatz sehr schnell Realität werden würde, der zweite aber wohl niemals. Doch die Auguren sollten sich allesamt irren. Sie unterschätzten den Mut und den Willen der Menschen, die sich da zum kollektiven Zeitungsmachen zusammengefunden haben.

(https://shop.taz.de/product_info.php?products_id=244654)

Interview mit Sukadev Bretz:

Wie Yoga uns, die Gesellschaft und Unternehmen verändern kann.

Sukadev Bretz, Gründer und 1. Vereinsvorsitzender des Yoga Vidya e. V., das heute rund 240 im laufenden Seminarbetrieb tätige Vereinsmitglieder in vier über Deutschland verteilten Seminarzentren beschäftigt und seit 1993 rund 18.000 Yogalehrer ausgebildet hat.
www.yoga-vidya.de

Buchtipps

Das Thema Stoizismus erfährt aktuell eine Renaissance und kann heute in unseren hektischen und teilweise hysterischen Zeiten ein guter Denkansatz sein.
Mehr dazu in einer kommenden Ausgabe von VOLX YOGA Plus.
Zu den stoischen Zielen – Seelenruhe (stoische Ruhe) und Unerschütterlichkeit (Ataraxie) – passen auch diese BEFREIUNGSBÜCHER:

Das Beste, was wir tun können, ist nichts, Björn Kern, 2017
Wie gelingt es, statt täglich im Stau zu stehen, sich auf der Arbeit zu ärgern und mit Nackenverspannungen vor dem Rechner zu hocken, seine Zeit auf einer Bank unter einem Birnbaum zu verbringen? Lösung: Vielleicht einmal überdenken, was uns treibt und was wirklich nötig und wichtig ist. Solange keine Anderen den Preis für unseren Lebensänderung zahlen, ist das eine gute Alternative zur täglichen Hetze. Das Leben kann wie YIN YOGA sein, einfach mal loslassen, weich werden, sich hingeben und eben NICHTS tun.

URBAN MONK, Pedram Shojai, 2017
Der buddhistische Wegweiser für einen glücklichen Alltag mit Übungen und Tipps gegen Zeitmangel, Einsamkeit und fehlender Naturverbundenheit. Für mehr Ausgeglichenheit und einem glücklichen Leben voller Sinn.

ICH BIN RAUS, Robert Wringham, 2016
Wringham verspricht in seinem Buch Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung aufzuzeigen. Werden Sie zu Harry Houdini, dem Entfesselungskünstler und befreien Sie sich von den Fesseln, den hemmenden Gedankenmustern, die Sie in Ihrem Leben gefangen halten. Weg mit unglücklich sein, passiv-aggressiven Lebenseinstellungen, Misstrauen, Konkurrenz, Unterwerfung und Stress. Der Akt der Befreiung gelingt spielerisch mit Humor, mit Selbstvertrauen, Geduld und Wissen.

Ebenfalls alle Bücher von Tom Hodgkinson sind hier empfehlenswert. Die Briten haben es eben drauf, mit schrägem Humor die Welt zu sehen und werden damit nicht nur den Brexit überstehen.

WER SICH VERÄNDERT, VERÄNDERT DIE WELT, Christoph André, Jon Kabat-Zinn, Pierre Rabhi, Matthieu Ricard, 2013
Zwar alles nur Männer, aber zumindest kluge. In ihren Essays zeigen sie auf, wie sich Buddhismus, Psychiatrie, Ökologie, Philosophie und Verhaltensmedzin ergänzen und zur selben Botschaft kommen: Erst, wenn auf der persönlichen Ebene des einzelnen Menschen nachhaltige Veränderungen im Umgang mit den Ressourcen eintreten, erst dann kann diese Haltung weitere Kreise ziehen und in die gesellschaftliche Realität Einzug halten.

DER SCHWARZE SCHWAN, Nassim Nicholas Taleb, 2007
Hier werden wir demütig und bescheiden angesichts der von uns eben nicht gesteuerten Zufälligkeiten und unwahrscheinlichen Ereignissen, die unser Leben, die gesamte Welt bestimmen. Taleb nennt drei Illusionen, denen wir aufsitzen: die Illusion, gegenwärtige Ereignisse zu verstehen, die retrospektive Verzerrung historischer Ereignisse und die Überbewertung von Sachinformation, kombiniert mit einer Überbewertung der intellektuellen Elite.

DAS BUCH VOM NICHTS, Paul J. Kothes, 2012
Mit Zen zu einem Leben in Fülle. Das hat der ehemalige PR-Profi uns Zen-Meister selbst erfahren. Um dem Sog der steigenden Anforderungen im Alltag zu entfliehen ist es nötig, in einen Zustand zu gelangen, den Zen-Buddhisten als Nichts bezeichnen. Kohtes hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Nichts all jenen zugänglich zu machen, die weder die Zeit noch die Energie haben, den Weg des Zen ohne Begleitung zu gehen. Jeder der acht Wege wird begleitet durch eine geführte Meditation auf der CD.

Die Seele will frei sein (Die unbändige Seele) und Experiment Hingabe, Michael A. Singer, 2009, 2016
Singer zeigt eindrücklich, dass ein erfülltes Leben nur aus tiefer innerer Freiheit heraus entsteht.

VOLX YOGA PLUS wird dem amerikanischen Bestsellerautor, Unternehmer und spirituellen Lehrer demnächst eine eigene Ausgabe widmen.

ATEMÜBUNG 4-2-8-2

Länge: solange, wie es dir gefällt.

Einfach mal nichts anderes machen, als im Rhythmus zu atmen und Sekunden zu zählen: 4 Sek. einatmen, 2 Sek. den Atem anhalten, 8 Sek. ausatmen, 2 Sek. die Atemleere halten …..4 Sek. einatmen…..nichts weiter, nur das, immer wieder. Du kommst zur Ruhe und dein unermüdlicher Geist ebenfalls.

im November 2018 VOLX YOGA PLUS
Ab 15.11.2018

Was finden wir im Yoga und warum ist dafür ein vegetarisches/veganes Leben essentiell?

Was finden wir im Yoga und warum ist dafür ein vegetarisches/veganes Leben essentiell?

Dazu ein sehr erhellendes Interview (Video) mit dem bekannten Yogalehrer und Musiker Petros Haffenrichter. Länge 8:44 Min.

Petros ist einer der weisesten und beliebtesten Yogalehrer nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Er ist auf Kreta geboren, lebt und unterrichtet in München. Man trifft ihn auf Festivals und seinen Workshops, die er häufig auch auf Kreta organisiert. ( www.yogatravel.de und www.kretashala.de)

Man spürt, dass er schon seit seiner Kindheit Yoga praktiziert, so wie auch schon sein Großvater und sein Vater. Petros lebt Yoga mit allen ethischen Konsequenzen. Wir haben ihn auf dem Experience Festival in Bad Meinberg im Sommer 2018 getroffen.

In diesem Interview gelingt es Petros nicht nur, uns die „unaussprechlichen“ Wirkungen des Yoga nahe zu bringen, sondern auch sehr deutlich zu machen, warum der Fleischkonsum allen unseren Bestrebungen nach Öffnung und Feinheit klar entgegensteht.

im Oktober 2018
VOLX YOGA PLUS

Ab 15.10.2018 mit den Themen:
Ist Yoga politisch?
Wie Wahrnehmung und Achtsamkeit die Welt verändern können.

Buchtipps passend zum Thema

Eine kurze Geschichte der Menschheit, 2015 von Yuval Noah Harari.
Wer wissen möchte, wieso auf der Welt alles so gekommen ist, wie wir es heute kennen, der sollte den internationale Bestseller dieses jungen, israelischen Historikers lesen. Ebenfalls zum Thema „Tun der Menschen und Leid der Tiere“ ist diese Welt- und Menschheitsgeschichte interessant und sehr bitter. Besonders im Kapitel: „Die Opfer der (landwirtschaftlichen) Revolution“ werden unsere tradierten Glaubenssätze von der „Tiernutzung“ und unser Sprachgebrauch „vom Nutzvieh“ deutlich in Frage gestellt.

Der Klassiker

Tiere essen, 2010 von Jonathan Safran Foer.
“Eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt – und seinen Platz in ihr – nachdenkt,” sagt der Verlag. Stimmt!

Anständig essen, 2009 von Karen Duve
Karen Duve ist eine bekannte und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin, hat soeben einen neuen Roman veröffentlicht (Fräulein nettes kurzer Sommer) und sich nie Gedanken über ihr Essen gemacht. Eine Begegnung mit einer „Hähnchen-Grillpfanne für € 2,99“ an der Tiefkühltruhe. „Kann das sein“, fragte sie sich und begann zu recherchieren, welche Ernährungsformen ethisch vertretbar sind. Am Ende hatte sie ein Legebatterie Huhn gerettet, ihr Leben und ihre Ernährung vollkommen umgestellt.

Kochbücher

Vegan kochen für alle, 2011 von Björn Moschinski
Er ist Chefkoch eines veganen Restaurants in Berlin. Für ihn ist Fleischessen nur eine Gewohnheit ist, die in unserer Kindheit geprägt wurde. Björn hat in seiner Küche bemerkt, dass die Lust auf Fleisch eher eine Lust auf Würzung, Röstaroma, und Zubereitung ist. Diese Lust kann auch leicht mit veganen Rezepten befriedigt werden, ohne dass Tiere dafür qualvoll leiden müssen. Seine Rezepte sind klassische Hausmannskost, einfach nachzukochen und schmecken fantastisch.

Deliciously Ella – Für jeden Tag, 2016, Ella Woodward
Ella präsentiert einfache, sehr alltagstaugliche Rezepte. Köstliches veganes Essen für ein gesundes Leben. Aufbewahrungstipps und „Was mache ich Leckeres mit Resten“ runden ihre Rezeptauswahl ab.

YOGAN, 2014 von Dominik Graf
Dominik ist Yogalehrer und beschäftigt sich intensiv mit der veganen Ernährung. In seinem Buch werden Yogaübungen vorgestellt sowie vegane Superfood-Rezepte, Kräuter-Shakes und Smoothies.

Atemübung

Atmen kann jeder, machen wir ständig und bemerken es nicht einmal. Der Atem ist eine Körperfunktion, die automatisch funktioniert aber auch von uns gesteuert werden kann. Interessant am Atem ist, dass wir eine große Nähe zu uns selbst spüren, sobald wir uns auf unseren Atem konzentrieren. Der Atem ist somit das einfachste Werkzeug, der leichteste Weg uns auf uns zu besinnen und zur Ruhe zu kommen. Er kostet nichts und wir haben ihn immer mit dabei.

Eine leichte Übung. Mach einfach mit!

Länge: 2:17 Min

im November 2018 VOLX YOGA PLUS
Ab 15.11.2018

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